Merken Letzten Sommer stand ich in der Küche, und die Hitze machte mir jede Lust auf schweres Essen zunichte. Ich öffnete den Kühlschrank und sah Erdbeeren, die ich am Morgen gekauft hatte, daneben lag Hähnchenfleisch. In diesem Moment entstand dieser Salat, fast wie von selbst. Der erste Bissen war eine Offenbarung: süß, herzhaft, frisch und sättigend zugleich. Seitdem ist dieser Salat mein Sommerretter.
Ich erinnere mich an den Abend, als ich diesen Salat für Freunde machte, die eigentlich nur zum Grillen vorbeikommen sollten. Sie saßen auf der Terrasse, und ich brachte die Platte nach draußen. Die Stille, die entstand, als sie den ersten Bissen probierten, sagte mehr als jedes Kompliment. Einer fragte nach dem Rezept, bevor er überhaupt aufgegessen hatte. Seitdem mache ich ihn mindestens einmal im Monat.
Zutaten
- Hähnchenbrustfilets: Ich nehme immer zwei mittelgroße Stücke, die ich vorher leicht platt klopfe, damit sie gleichmäßig garen und zart bleiben.
- Olivenöl: Ein gutes natives Olivenöl extra macht den Unterschied in der Marinade, es trägt die Aromen und hält das Fleisch saftig.
- Balsamico-Essig: Für die Marinade und den Glaze verwende ich einen mittelalten Balsamico, nichts zu Teures, aber auch keinen wässrigen.
- Honig: Er balanciert die Säure perfekt aus und sorgt für diese leichte Karamellnote im Glaze.
- Salz und schwarzer Pfeffer: Frisch gemahlen macht hier wirklich einen Unterschied, ich würze immer etwas großzügiger als gedacht.
- Gemischte Salatblätter: Rucola, Spinat und Baby-Grünkohl bringen Biss und Geschmack, keine langweiligen Eisbergsalate.
- Frische Erdbeeren: Sie müssen reif und süß sein, sonst fehlt dem Salat die fruchtige Note.
- Ziegenkäse: Cremig und leicht säuerlich, er schmilzt fast auf der Zunge und harmoniert perfekt mit der Süße.
- Geröstete Pekannüsse oder Walnüsse: Optional, aber sie geben den nötigen Crunch und eine nussige Tiefe.
- Rote Zwiebel: Dünn geschnitten und in kaltem Wasser kurz eingelegt, verliert sie die Schärfe und bleibt mild.
Anleitung
- Grill vorbereiten:
- Heize deinen Grill oder deine Grillpfanne auf mittlere bis hohe Hitze vor. Die Oberfläche sollte heiß genug sein, dass ein Wassertropfen sofort verdampft.
- Hähnchen marinieren:
- In einer kleinen Schüssel Olivenöl, Balsamico, Honig, Salz und Pfeffer verquirlen, dann das Hähnchen darin wenden und zehn Minuten ziehen lassen. Ich lasse es manchmal auch länger im Kühlschrank, wenn ich Zeit habe.
- Honig-Balsamico-Glaze zubereiten:
- Balsamico und Honig in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze zum Köcheln bringen und etwa fünf Minuten einkochen, bis es sirupartig wird. Lass es abkühlen, es dickt beim Erkalten noch nach.
- Hähnchen grillen:
- Das marinierte Hähnchen auf den heißen Grill legen und pro Seite sechs bis sieben Minuten grillen, bis es durchgegart ist und der Saft klar austritt. Dann fünf Minuten ruhen lassen und in dünne Scheiben schneiden.
- Salat anrichten:
- Die Salatblätter auf einer großen Platte oder einzelnen Tellern verteilen, darauf Erdbeeren, Ziegenkäse, rote Zwiebel und geröstete Nüsse geben. Ich mag es, wenn alles locker verteilt ist und nicht gepresst aussieht.
- Finalisieren und servieren:
- Das geschnittene Hähnchen auf den Salat legen und großzügig mit dem Honig-Balsamico-Glaze beträufeln. Sofort servieren, solange das Hähnchen noch warm ist.
Merken Einmal brachte ich diesen Salat zu einem Picknick mit, und eine Freundin sagte, sie hätte nicht gedacht, dass Salat so aufregend schmecken könne. Wir saßen auf einer Decke im Park, und der Glaze tropfte uns von den Fingern. Es war chaotisch, lustig und irgendwie perfekt. Seitdem verbinde ich diesen Salat nicht nur mit gutem Essen, sondern mit echten Momenten.
Was tun mit Resten
Falls du Hähnchen übrig hast, bewahre es separat vom Salat auf, sonst wird alles matschig. Das Hähnchen hält sich zwei Tage im Kühlschrank und schmeckt kalt genauso gut, ich schneide es manchmal in Würfel und werfe es in Wraps. Den Glaze kannst du in einem kleinen Glas aufbewahren und über gebratenes Gemüse oder sogar über Vanilleeisträufeln. Ja, wirklich, probier es aus.
Variationen und Anpassungen
Wenn du keinen Ziegenkäse magst, funktioniert Feta genauso gut, er ist etwas salziger und bröckeliger. Im Winter ersetze ich Erdbeeren durch Birnen oder getrocknete Cranberries, das gibt eine herbstliche Note. Für eine cremigere Variante füge ich Avocadoscheiben hinzu, die machen den Salat noch sättigender. Einmal habe ich geröstete Kichererbsen darüber gestreut, das war überraschend lecker und gab extra Crunch.
Serviervorschläge
Dieser Salat passt wunderbar zu einem knackigen Sauvignon Blanc oder einem gekühlten Rosé an warmen Abenden. Wenn du ihn als Hauptgericht servierst, reicht eine Scheibe frisches Baguette dazu, um den Glaze aufzutunken. Für eine größere Runde kannst du die Zutaten einfach verdoppeln und auf einer großen Platte anrichten, dann kann sich jeder selbst bedienen.
- Serviere ihn auf vorgekühlten Tellern, damit der Salat knackig bleibt.
- Ein Spritzer frischer Zitronensaft kurz vor dem Servieren hebt die Aromen noch einmal an.
- Falls du Gäste hast, die keine Nüsse mögen, lass sie einfach weg oder serviere sie separat.
Merken Dieser Salat ist mehr als nur ein Rezept für mich, er ist ein Beweis dafür, dass einfache Zutaten Magie erzeugen können, wenn man sie mit ein bisschen Liebe kombiniert. Ich hoffe, er bringt dir genauso viel Freude wie mir.